Trockenwände müssen verspachtelt werden (Teil 2)

Trockenwände sind einfach aufzustellen. Auch bedarf es keinerlei großer Kenntnisse, um die room-34359_640Verspachtelung der einzelnen Platten selber vorzunehmen. Jedoch gibt es einige Dinge, die unbedingt beim Verspachteln zu beachten sind, damit es später nicht zu Spannungsrissen oder ähnlichen Problemen kommt.

Saubere Arbeit ist gefragt

Das Spachteln großer Flächen ist nicht schwierig. Dennoch muss darauf geachtet werden, dass tatsächlich alle Schnellbauschrauben vollständig in die Gipsplatte versenkt werden. Auch das Schleifen zwischen dem ersten und dem zweiten Arbeitsgang ist sorgfältig zu erledigen, denn nur so ist eine glatte Oberfläche zu erreichen. Dies jedoch ist wichtig, um zum Aufbringen der Tapete eine einwandfreie Fläche zu haben.

Jedoch kann nicht jede Fugen auf diese Art verspachtelt werden. Dort, wo im Ständerwerk zu viel Bewegung entsteht, wird eine Verstärkung der normalen Fugenmasse benötigt. Dies kann auf zwei Wegen geschehen. Es kann bei Inneneckenfugen selbstklebendes Fugenband eingesetzt werden. Dies wird über die offene Fuge geklebt und normal mit Spachtelmasse bedeckt. Vor dem zweiten Spachtelgang wird nun Glasfasergewebe über die Fuge gelegt und ein weiteres Mal verspachtelt.

Da diese beiden Spachtelschichten dünner sein müssen als auf der großen Fläche, bedarf es etwas Übung, um die Ecken sauber zu verspachteln. Eine Fugenbewährung aus Metall kann als weitere Möglichkeit in die Eckfuge eingefügt und überspachtelt werden. Des weiteren könnte die Inneneckfuge, die an das Mauerwerk grenzt, auch einfach mit Acrylmasse geschlossen werden.

Außenecke bedürfen ebenfalls der Verspachtelung

Selbstverständlich ist auch die Außenfuge ohne eine metallene Bewährung zu instabil. Daher wird diese von außen auf die Eckfuge aufgesetzt und mit Tackerklammern fixiert. Sowohl an Decke als auch am Boden muss eine Lücke von 2 – 3 mm eingehalten werden, um den Kontakt zu vermeiden. Dies geschieht aufgrund der Schallübertragung. Der korrekte Sitz der Metallleiste ist mit der Wasserwaage zu überprüfen. Auch hier gilt es, vorsichtig mit der Fugenmasse zu arbeiten und eine dünne glatte Schicht aufzubauen.

Die Verbindung zwischen Gipsplatte und Fussboden muss unbedingt offen bleiben. Somit wird die Schallübertragung zwischen Fussboden und Wand vermieden. Anderenfalls würde sich der Schall auf die Wand übertragen und durch das Haus getragen werden. Dennoch bleibt die Fuge nicht offen. Sie wird später durch den Bodenbelag und die Fussleiste vollständig verschlossen.

Natürlich muss in allen Fällen der Stabilisierung, mit Ausnahme der Fussbodenfuge, das Spachteln in den beiden normalen Schritten durchgeführt werden. Es ist auf die dünne Beschichtung zu achten und auf sorgfältige, aber vorsichtige Schleifen. Sonst sind die Bemühungen schnell umsonst gewesen.